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Schwedenliebe rostet nicht.

Hallo meine Lieben,

Etwas verspätet, dank einer Sommergrippe, die mich mehr als flachgelegt hat und eine darauf folgende Monstererkältung, die nun langsam verschwindet, folgt nun endlich der letzte Teil meiner Liebesgeschichte.

Schweden.lenesimpelwimpel.Västeras.südschweden2016

Von Stockholm machten wir uns auf den Weg quer durchs Land in Richtung Nordsee. Wir fuhren über Västeras nach Örebro. Während in Västeras niemand auf der Straße zu sehen war, kam uns ÖREBRO mehr als voll vor. Hier muss irgendetwas los sein! Es stellte sich heraus, dass in der ganzen Stadt Stationen für einen Actionrun aufgebaut waren. Auch die Burg mit Burggraben waren eingebunden. Ursprünglich wollten wir uns nur letztes anschauen, haben uns dann aber doch entschlossen einige Stationen anzuschauen. Die Stimmung in der ganzen Stadt war mitreißen und obwohl es sehr voll war, war die Stimmung sehr entspannt.

Danach ging es weiter nach NORA. Dort sollte es das beste Eis Schwedens geben. Leider kamen wir auch dort nicht zur Ruhe, denn auch dort war ein riesiges Stadtfest mit Rummel und tausend Marktständen. Die Schönheit der Stadt erkannte man trotzdem. Bei unserem Spaziergang durch die Stadt, entdeckte man in vielen Gärten und Cafés sommerlich eingedeckte Tische unter den Apfelbäumen. Im Sonnenschein ließen sich dort die Einwohner ihre Fika schmecken. Viele bunte Holzfassaden lachten uns auf der Suche nach DEM Eis an. Hier komme ich auf jeden Fall noch einmal her. Ohne Markt. Das Eis haben wir naurlich auch gefunden und es war der Hammer. Es wird in die Waffel geschmiert und ist mehr als cremig. Zwei Sorten werden immer angeboten. Haselnuss und Vanille und dann gibt es täglich eine besondere Sorte. Bei uns wäre es etwas mit Cola gewesen. Das ist nicht so meins, deshalb entschied ich mich für Haselnuss mit einem Klecks Schokisoße. Dieses Eis hat mich mehr als glücklich gemacht. Noch ein Grund mehr wieder nach NORA zufahren!

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Wir fuhren weiter und bauten unser Lager in der Nähe eines Sees auf. Am nächsten Morgen haben wir unsere Frühstückssachen gepackt und haben am See gepicknickt. Leider ist es über Nacht kalt und wolkig geworden und es sah nach Regen aus.

Schweden.lenesimpelwimpel.Südschweden2016.Picknick

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Auf dem Weg zum Götakanal fing es dann auch tatsächlich an zu regnen. Wir bestaunten also bei Regen die ersten Schleusen der Wasserstraße die quer durch Schweden verläuft und fünf Seen miteinander verbindet. In MARIESTAD machten wir ebenfalls halt, ich finde allerdings es ist keinen Halt wert – zu mindestens nicht bei Regen. Unsere Nacht wollten wir in einem Naturreservat am Vänern auf einem Parkplatz verbringen. Da wir das Ziel frühzeitig erreichten, entschlossen wir uns noch für eine Miniwanderung. Der Regen hat mir dabei gar nichts ausgemacht, ich war viel zu sehr abgelenkt von der Schönheit des Waldes. Alles war mehr als Grün und man hätte denken können, dass jeden Moment ein Troll oder ein Elch auf der Lichtung erscheint. Richtig schön. Danach haben wir uns in den Bus gelegt und endlich einfach nur gelesen. Irgendwie kamen wir vorher nie so wirklich dazu. In der Nacht hat es so sehr geregnet, das ich dachte wir schwimmen weg. In dem Naturreservat soll es übrigens viele Elche geben, wir haben allerdings keinen gesehen.

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Am Vormittag haben wir uns dann auf den Weg in Richtung GÖTEBORG gemacht. Wir fuhren über die Inselchen nördlich der Stadt. Es ist sehr hübsch dort. Und wir beschlossen uns beim nächsten Mal dort mehr Zeit zu lassen. Wir planten in Göteborg eine Fährfahrt zu den Schären. Die Fähre, ist dort am Nahverkehrsnetz angebunden, so das eine Fahrt mit dem Schiff mehr als günstig ist. Wir setzten also von Göteborg rüber nach Styrsö um von auf das Inselchen Donsö zugehen. Die kleine Wanderung hat sehr viel Spaß gemacht und ist nur zu empfehlen. An einem sonnigen Tag sollte man das Inselhopping den ganzen Tag betreiben. Es gibt viel zu entdecken und man wird mit einem schönen Ausblick nach dem anderen belohnt. Abends ging es dann in unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte: der Campingplatz Liseberg. Es war riesig dort. Mir war es zu riesig und zu laut aber perfekt gelegen um Göteborg zu erkunden.Schweden.LeneSimpelwimpel.Südschweden2016.Donsö.wirwandern

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Wir fuhren am nächsten Tag mit dem Fahrrad in die Innenstadt. Man kann sich am Morgen besonders viel Zeit lassen, denn die meisten Attraktionen öffnen frühstens um 10 Uhr. Wir stellten unsere Fahrräder mitten in der Stadt ab, denn von dort kann man alles perfekt zu Fuß erreichen. Geplant war eine Paddernboottour, die jedoch erst um 11 Uhr startet. Aus dem Grund haben wir unseren Spaziergang in Richtung Rosengarten und Palmhaus vorgezogen. Beides hat mich sehr begeistert. Die Architektur des Palmenhauses ist ein wahrer Mädchentraum und der Rosengarten zeigte sich ebenfalls noch in (fast) voller Blüte. In dem Rosengarten gibt es ein Café, dass das zu einem zweiten Frühstück einlädt.

Die Paddanboottour war super um sich einen Überblick zu verschaffen. Unser Guide Määäx war sehr witzig und erzählt neben vielen Witzen über das spaßig verhasste Dänemark auch noch ein paar interessante Informationen zu den Bauwerken Göteborgs.

Nach der Bootstour ging es in das trendige Viertel HAGA. Dort habe ich mich auf Anhieb wohlgefühlt. Ein schöner Laden nach dem anderen und wenn kein Laden kam, kam ein tolles individuelles Café oder ein Flohmarkt auf Vertrauensbasis. Leute hängen ihre Sachen an den Gartenzaun oder stellen eine Kiste mit alten Dingen vor die Tür. Daneben steht ein Honigglas für die Bezahlung, falls man sich ein Teil mitnimmt. Prima Idee, werde ich in Rostock auch einmal versuchen. Mein Zimtschneckenglück habe ich in dem Viertel allerdings nicht gefunden, weshalb es in die Markthalle ging. Dort findet man alles was das Herz begehrt. In unserem Fall war es eine Zimschnecke und ein Körnerbrot. Beides ausgesprochen lecker. In der Feskekörka holte sich der Mann dann noch ein Krabbenbaguette. Beide Essenshallen sollte man sich anschauen!

In Göteborg sowie in Stockholm kann man prima Einkaufen, vor allem die Interiorläden haben es mir angetan. Leider ist der Platz in Bus nur begrenzt, so dass ich mich zurück halten musste.

Auf dem Fahrrad ging es zurück zum Campingplatz.

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Am nächsten Tag wurden wir von zwei sehr guten Freunden, die die letzten Tage in Norwegen verbracht hatten, abgeholt. Gemeinsam wollten wir die letzten zwei Tage unseres Urlaubs verbringen. Wir fuhren ein Stück und machten dann zwischen Kühen und Wasser eine Mittagspause in Glommen. Danach ging es in an den Strand von FALKENBERG. Hier kann man mit dem Auto direkt, ja wirklich, DIREKT am Wasser stehen. Der Himmel zog langsam auf. Wir erkundeten zu Fuß die nähere Umgebung und sammelten viele Muscheln. Letztes habe ich ewig nicht mehr gemacht. Schande über mein Haupt, denn ich lebe direkt am Meer! Als wir zurück waren hatten die Männer noch zu viel Energie und ließen den Drachen steigen. Ich machte es mir derweil mit meinem Buch gemütlich. Den Abend ließen wir dann aber wieder gemeinsam ausklingen mit eine guten Spiel und einem Lagerfeuer. Ein ziemlich perfekter Tag ging somit zu Ende. Eigentlich Schade, denn so brach unser letzter Tag in Schweden an.

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Wir frühstückten und machten uns dann auf dem Weg weiter in Richtung Süden. MÖLLE war unser Ziel. Die Häuser in dieser Gegend kamen mir besonders schön und niedlich vor. Auf Empfehlung von Freunden machten wir dort Halt, denn es sollte am Wasser eine große Skulptur aus Treibholz geben. Nach einem echt anstrengenden Abstieg erblickten wir die Skulptur „Nimis“. Für mich war es wirklich keine Skulptur. Es war ein großer aus Treibholz zusammen gezimmerter Abenteuerspielplatz für Erwachsene. Man kann darauf rumklettern und viele Ecken erkunden. Ganz in der Nähe gibt es noch eine Art Kleckerburg die neben der Holzburg echt arm aussieht. Es hat soviel Spaß dort gemacht und ist echt empfehlenswert. Der Auf- und Abstieg lohnt sich! Wirklich!

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Nach unserem großen Abendteuer suchten wir uns ein Schlafplatz und fanden ihn mit Blick auf die Öresundbrücke. Mit gutem Resteessen und einer Runde Phase 10 ließen wir den Abend ausklingen. Am nächsten Morgen nahmen wir dann die Fähre von Trelleborg nach Sassnitz.

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Unsere zwölf Tage in Schweden waren ein Traum und wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter und den Mücken. Jeder Tag war gespickt mit Highlights und Schweden hat sich von seiner schönsten Seite gezeigt. Zum Glück werde ich noch viele Sommer erleben und viele davon bestimmt in Südschweden.

Bis ganz bald!

Eure Lene

 

 

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Mit dem Fahrrad durch Stockholm.

Hallo ihr Lieben,

für uns stand von Anfang an fest, dass wir Stockholm mit dem Fahrrad erkunden wollen. Nach einem kleinen Frühstück ging es mit Zimtschneckenhunger von unserem Campingplatz mit Fahrrädern in Richtung Stadshuset, dem Rathaus der Hauptstadt. Der Innenhof, sowie der Garten sind begehbar. Vom Garten aus hat man einen tollen Blick auf Gamla Stan-unser nächstes Ziel! Über eine Brücke fuhren wir so gegen 9 Uhr in Stockholms Altstadt. Es waren kaum Touristen auf den Straßen unterwegs, denn die meisten Geschäfte und Cafés machen hier frühestens um 10 Uhr auf- eher um 11Uhr. Die engen Gassen luden zum Schlendern ein, deshalb stellten wir die Fahrräder ab und erkundeten das Viertel zu Fuß. Wir trödelten durch die Gassen, schauten uns die Storkyrkan, die älteste Kirche Stockholms, an und aßen in einem wunderschönen Café mit dem Namen „Under Kastanjen“ lecker Zimtschnecken.

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Um 12.15 Uhr schauten wir uns die Wachablösung vor dem königlichem Schloss an. Und da waren sie die Menschenmassen! Mir persönlich was es zu voll dort, aber das was ich sehen konnte, war ganz cool. Die Wachablösung fand nämlich mit Pferden statt.

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Nach der kleinen Showeinlage brauchten wir eine Stärkung und machten uns auf den Weg zu den Hötorgetshallen. Es handelt sich hierbei um einen Indooressensmarkt mit vielen Verkaufsständen. Ich glaube es gab dort alles was das Schlemmerherz begehrt. Für den Mann sollte es eine selbstgemachte superleckere Bratwurst sein. Hört sich unspektakulär an, war es aber in keinem Fall. Unbedingt probieren! Man kann sich bei Taylors & Jones sein Wurst-Mahl zusammenstellen und alles wird dann frisch zubereitet. Die Restaurants in der Nähe sahen aber auch sehr gut aus.

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Die Wurst und die Schnecke haben wir uns dann auf den Weg zur Insel Djurgarden abgestrampelt. Neben Freizeitparks und vielen Museen findet man auf der Insel viele Grünflächen zum Picknicken, Villen mit wunderschönen Gärten und das Beste für uns: viele Radwege! Wir fuhren zunächst eine Weile am Wasser entlang und dann in Richtung Rosendals Slott. Von dort aus ging es zurück zur einzigen Brücke, die auf die Insel führt und somit auch wieder herunter.

Über Gamla Stan führen wir in das südlich gelegene sehr hippe SOFO. Dort schlossen wir wieder die Drahtesel an und spazierten durch das Viertel. Das sehr belebte moderne Viertel war nach meinem Geschmack. Es ging die Götgatan entlang, wo viele individuelle Geschäfte zufinden sind- ein Bücherladen mit Büchern bis hoch zur Decke hat es mir besonders angetan.

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Um den Tag noch zu perfektionieren, brauchten wir ein Abendbrot. Auf der Suche nach Essbarem kamen wir an einigen Aussichtspunkten vorbei und an einer Art Biergarten auf einer riesigen Terrasse über den Dächern von Stockholm. Und dann war sie da: die Pizza! Auf dem Schoß einer jungen Studentin. Auf Nachfrage, erzählte sie uns wo wir sie finden und sagte, dass es die beste Pizza der Stadt sei. Nichts wie hin da und probieren! Omnipollos hatts Pizza war der Kracher! Auch wenn wir uns jeden Abend etwas auf dem Campingkocher zauberten, war es schön, mal eine Abwechslung zu haben.

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Mit vollem Magen ging es dann ab zum Campingplatz. Unser Tag in Stockholm war fantastisch. Mit dem Fahrrad, schafft man viele Orte an einem Tag und kann sich sehr gut einen Überblick verschaffen. Auch wenn die Autofahrer sehr rücksichtsvoll sind würde ich beim nächsten Mal einen Helm mitnehmen. Stockholm ist eine Fahrradstadt mit sehr ausgebauten und breiten Radwegen, aber bei der Masse an Fahrrädern ist das auch nötig. Ich hatte viel Spaß und ich hoffe ihr probiert auch irgendwann mal eine Fahrradtour durch Schwedens Hauptstadt aus oder habt ihr dies schon?

Machts gut!

Eure Lene

 

Ps.: Teil 3 meiner Schwedenlovestory gibt’s am Wochenende!

 

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Willkommen in Südschweden.

Hallo meine Lieben,

seit Tagen überlege ich, wie ich unsere Tour durch Südschweden am besten zusammenfasse. Soll ich euch meine liebsten Plätze nennen, die Route genau beschreiben, jeden Tag einzeln berichten, eine Top5 erstellen oder oder oder?

In Schweden haben wir uns jeden Tag gesagt, wie toll es ist dort zu sein und wie glücklich wir uns schätzen können, so ein tolles fahrbares Zuhause zu haben.

Glücklich machte uns zuerst einmal das Wetter. 10 Tage Sonne. 2 Tage Regen. Vor unserer Fahrt habe ich gedacht ich muss erfrieren in Schweden, denn in Deutschland war es ja sogar schon kalt. Aber es kam anders. Das Wetter war auf unserer Seite und hat Südschweden noch mehr glänzen lassen.

Wir starteten am Samstag Abend in Rostock und fuhren nach Sassnitz auf Rügen. Von dort aus setzten wir mit der Fähre rüber nach Trelleborg. Willkommen in Schweden. Unsere Route ging von dort aus los- aber zunächst mussten wir schlafen, denn es war 4 Uhr nachts.

Wir erwachten auf einem kleinen Hafenparkplatz mit Blick auf das Wasser. SMYGEHUK. Weiter ging es nach einem Frühstückchen nach AHUS. Wie sich herausstellte wird in dieser kleinen Stadt der Absolut Vodka hergestellt. Mich interessierte aber eher ein die Kaffeekultur anstatt der Spirituosenhandel. Das Tolle: In vielen Cafés in Schweden bezahlt man einen Kaffee und darf sich immer wieder nachfüllen. Mit gefülltem Kaffeetank besuchten wir dann die Elche im Grönasens Algpark. Komischerweise kann man dort nicht nur die Elche anschauen, sondern sie auch essen- Elchwurst zum Beispiel. Dieses wilde Spektakel haben wir aber ausgelassen. Wir suchten uns lieber einen Schlafplatz. Die Nacht verbrachten wir am See DERASJÖ. Ein Stellplatz direkt an der Straße. Ein Auto sah man aber nur selten. Auf unserer Fahrt durch Südschweden hatten wir oft minutenlang kein Gegenverkehr so dass man sich fast erschrack, wenn man wieder ein Auto von vorne kam.

Am See wurde schön gegrillt und geangelt – leider ohne Erfolg.

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Am nächsten Tag machten wir einen Ausflug nach ÖLAND. Neben freilaufenden Schafen und Kühen, vielen Windmühlen und einem tollen Leuchtturm hat der Süden der Insel eine traumhafte Natur zu bieten. Ich würde eine kleine Fahrradtour empfehlen! Und das Picknick für Zwischendurch bloß nicht vergessen! Ich bin immer noch begeistert von dem Tag auf der Insel.

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Aber meine Begeisterung sollte auch kein Ende nehmen, denn am nächsten Tag waren wir auf den Spuren von Astrid Lindgren unterwegs. Wir entschieden uns gegen das Pippi Langstrumpf Land (Zu teuer! Zu viele Menschen!) und für den Hof von Michel. In KATTHULT fand ich mein Kindheitsglück. Alles war wie im Film und doch real. Und wie sich herausstellte, wohnt hier eine ganz normale Familie wohnt, die vor vielen Jahren von einem Filmteam auserwählt wurden, dort den Kinderklassiker zu drehen. Total verrückt! Und doch nachvollziehbar, denn der Hof ist einfach nur idyllisch. Weiter ging es dann mit einem Zwischenstopp zum Baden nach VIMMERBY. Dort ist Astrid Lindgrens Elternhaus. Und wenn man dort war, kann man verstehen, wie aus einem kleinen Mädchen so eine kreative und einzigartige Schriftstellerin werden konnte.

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Unser nächster Halt war in VÄSTAVIK. Eine kleine Stadt mit schönen Häusern und einem kleinen aber feinem Hafen. Dort bekam ich aber meine erste Zimtschnecke. Leider war sie im Gegensatz zu Västavik nicht so der Kracher.

Unser Schlafplatz war einer der schönsten der ganzen Tour. Wir standen im Wald namens GÖNSÖ in der Nähe vom Wasser. Auf den Felsen konnten wir den Sonnenuntergang genießen. Toll. Toll. Toll. Danach wurden noch einige Runden gespielt und dann ging es ab in den Bus.

Nach einer ruhigen Nacht machte wir uns auf den Weg zu unserer ersten Wanderung. Das Wandern war okay, die Natur war wundervoll aber ein Fan vom Wandern werde ich wohl nicht. Mein Highlight des Tages war unser erster Campingplatz (Yxningens Camping) am See mit Badesteg und nur ganz wenig Betrieb. Es war traumhaft ruhig und wir bekamen endlich unsere erste warme Dusche (Tipp: Immer 5 Kronen zum Duschen dabei haben- hatten wir zunächst nicht!).

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Weil es so schön war, blieben wir noch den halben nächsten Tag bevor wir uns auf den Weg nach Stockholm machten. Einen Zwischenstopp gab es in NORRKÖPING. Norköpping ist eine alte Industriestadt mit modernen Elementen und viel Scharm. Es erinnert etwas an Hamburgs Speicherstadt, da mitten in der Stadt ein riesiger Wasserfall entspringt und somit das Stadtbild bestimmt. Wir sind über viele Brücken gestiefelt und haben dann ein kleines Café gefunden in dem wir wunderbare Zimtschnecken gegessen haben. Dann hieß es: Auf, auf in die Hauptstadt!

Okay, ich habe mich entschieden. Diese Lovestory wird ein klassischer Dreiteiler. Teil Zwei gibt es morgen!

Schlaft gut meine Lieben und startet gut in die neue Woche.

Eure Lene

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Mein Schwedenträumchen.

Ihr Lieben,

Heute möchte ich mich am liebsten zurück träumen. Mein erster Arbeitstag seit drei Wochen liegt hinter mir. Gerne würde ich nach diesem äußerst durchwachsenen Tag wieder in das schöne Südschweden losfahren, dort haben wir nämlich die letzten zwei Wochen verbracht.

Unser Plan der letzten Tage: 12 Tage durch Südschweden mit unserem VW T4. Mit an Board hatten wir viele kleine Dinge die man zum Campen benötigt und natürlich eine Tüte (stilecht und passend zum Urlaubsziel von Ikea) gefüllt mit Essen. Da in Schweden das Jedermannsrecht gilt, ist das Campen in der Natur ein Muss. Mein Ziel der Reise: die besten Zimtschnecken des Landes finden und viel Lakritz essen. Das Ziel des Busfahrers: von Trelleborg an der Ostseeküste mit vielen Zwischenstopps Richtung Stockholm, dann quer durchs Land zur zweit größten Stadt des Landes Göteborg und entlang der Westküste zurück zur Fähre. Natürlich war das auch mein Ziel, aber die Zimtschnecken standen an erster Stelle.

Was ich vorfand, war mehr als ich mir je erwartet habe: einzigartige Stellplätze, freundliche Menschen, saftiggrüne Wälder, Seen, die zum Baden einladen, sehr gute Zimtschnecken und das Beste: Ruhe! Da ich mich gerne mit euch zusammen nach Schweden träumen möchte, versuche ich spätestens am Wochenende unsere Route mal genauer zu beschreiben und zukünftigen Schwedenreisenden ein paar super Stellplätze zu verraten.

Kleine Vorwarnung: Es könnte ausschweifend werden, denn ich sprudele fast über vor Begeisterung!

Fühlt euch gedrückt!

Eure Lene