Month : Oktober 2016

Speisen

Hurra, ich bin eine Studentin…

Hallo meine Lieben,

bei mir ist gerade vieles neu und anders und ich stehe ziemlich unter Strom, denn ich habe vor drei Wochen mein Masterstudium angefangen. Jetzt denkt man natürlich an ein schönes entspanntes Studentenleben. Bei mir läuft es etwas anders, denn ich wollte meinen Job im Kindergarten nicht ganz an den Nagel hängen und arbeite weiterhin dort. Und ich muss sagen, es geht bis jetzt noch alles ziemlich gut, aber es zerrt natürlich auch an den Kräften. Um gestärkt in die langen Tage zu starten, muss es bei mir deshalb immer ein nahrhaftes, lang anhaltendes Frühstück sein. Aus diesem Grund gibt es bei mir immer eine große Portion Granola und einer Tagesration Obst. Am Liebsten mische ich mein Granola selber, da ich einfach alles reinmixen kann was mag! Und da es nun langsam kalt draußen wird, ist es dieses Mal ein Pflaumen-Zimt-Kardamom-Granola geworden.

Zutaten für mein Granola mit getrockneten Pflaumen

250g 5-Korn Basisflockenmischung

150g Haferflockenzart

100g Walnüsse

100g Mandeln

100g Sonnenblumenkerne

100g Kürbiskerne

50g Leinsamen

150g getrocknete Pflaumen

4 EL Sonnenblumenöl

7 EL Honig

2 TL Zimt

Kardamom (ganz nach Belieben, bei mir darf es mehr als eine Messerspitze sein)

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Walnüsse und Mandeln grob hacken und gemeinsam mit den Flocken, Kernen und Samen in eine Schüssel geben. Honig etwas erwärmen, sodass er schön flüssig ist. Nun den Honig mit dem Öl und den Gewürzen vermengen. Die Honigmischung dann über die Flockenmischung geben und gut verrühren. Auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech die feuchte Granolamasse verteilen und bei 150Grad in den Backofen schieben. Dort braucht es 30-40Minuten bis alles schön knusprig wird. Alle 10 Minuten sollte das Granola gewendet werden. Wenn die gewünschte Bräune erreicht ist, den Ofen ausmachen und das Granola im offenen Ofen abkühlen lassen. Jetzt fehlt noch der letztes Schliff: die getrockneten Pflaumen. Pflaumen klein schneiden und unter das Granola mischen. Nun muss das Frühstückchen nur noch luftdicht angefüllt werden.

Seid ihr auch solche Frühstücksfans wie ich oder habt ein super Rezept für kommende Granolaexperimente?

Ganz liebe, hungrige Grüße

Eure Lene

Reisen

Schwedenliebe rostet nicht.

Hallo meine Lieben,

Etwas verspätet, dank einer Sommergrippe, die mich mehr als flachgelegt hat und eine darauf folgende Monstererkältung, die nun langsam verschwindet, folgt nun endlich der letzte Teil meiner Liebesgeschichte.

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Von Stockholm machten wir uns auf den Weg quer durchs Land in Richtung Nordsee. Wir fuhren über Västeras nach Örebro. Während in Västeras niemand auf der Straße zu sehen war, kam uns ÖREBRO mehr als voll vor. Hier muss irgendetwas los sein! Es stellte sich heraus, dass in der ganzen Stadt Stationen für einen Actionrun aufgebaut waren. Auch die Burg mit Burggraben waren eingebunden. Ursprünglich wollten wir uns nur letztes anschauen, haben uns dann aber doch entschlossen einige Stationen anzuschauen. Die Stimmung in der ganzen Stadt war mitreißen und obwohl es sehr voll war, war die Stimmung sehr entspannt.

Danach ging es weiter nach NORA. Dort sollte es das beste Eis Schwedens geben. Leider kamen wir auch dort nicht zur Ruhe, denn auch dort war ein riesiges Stadtfest mit Rummel und tausend Marktständen. Die Schönheit der Stadt erkannte man trotzdem. Bei unserem Spaziergang durch die Stadt, entdeckte man in vielen Gärten und Cafés sommerlich eingedeckte Tische unter den Apfelbäumen. Im Sonnenschein ließen sich dort die Einwohner ihre Fika schmecken. Viele bunte Holzfassaden lachten uns auf der Suche nach DEM Eis an. Hier komme ich auf jeden Fall noch einmal her. Ohne Markt. Das Eis haben wir naurlich auch gefunden und es war der Hammer. Es wird in die Waffel geschmiert und ist mehr als cremig. Zwei Sorten werden immer angeboten. Haselnuss und Vanille und dann gibt es täglich eine besondere Sorte. Bei uns wäre es etwas mit Cola gewesen. Das ist nicht so meins, deshalb entschied ich mich für Haselnuss mit einem Klecks Schokisoße. Dieses Eis hat mich mehr als glücklich gemacht. Noch ein Grund mehr wieder nach NORA zufahren!

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Wir fuhren weiter und bauten unser Lager in der Nähe eines Sees auf. Am nächsten Morgen haben wir unsere Frühstückssachen gepackt und haben am See gepicknickt. Leider ist es über Nacht kalt und wolkig geworden und es sah nach Regen aus.

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Auf dem Weg zum Götakanal fing es dann auch tatsächlich an zu regnen. Wir bestaunten also bei Regen die ersten Schleusen der Wasserstraße die quer durch Schweden verläuft und fünf Seen miteinander verbindet. In MARIESTAD machten wir ebenfalls halt, ich finde allerdings es ist keinen Halt wert – zu mindestens nicht bei Regen. Unsere Nacht wollten wir in einem Naturreservat am Vänern auf einem Parkplatz verbringen. Da wir das Ziel frühzeitig erreichten, entschlossen wir uns noch für eine Miniwanderung. Der Regen hat mir dabei gar nichts ausgemacht, ich war viel zu sehr abgelenkt von der Schönheit des Waldes. Alles war mehr als Grün und man hätte denken können, dass jeden Moment ein Troll oder ein Elch auf der Lichtung erscheint. Richtig schön. Danach haben wir uns in den Bus gelegt und endlich einfach nur gelesen. Irgendwie kamen wir vorher nie so wirklich dazu. In der Nacht hat es so sehr geregnet, das ich dachte wir schwimmen weg. In dem Naturreservat soll es übrigens viele Elche geben, wir haben allerdings keinen gesehen.

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Am Vormittag haben wir uns dann auf den Weg in Richtung GÖTEBORG gemacht. Wir fuhren über die Inselchen nördlich der Stadt. Es ist sehr hübsch dort. Und wir beschlossen uns beim nächsten Mal dort mehr Zeit zu lassen. Wir planten in Göteborg eine Fährfahrt zu den Schären. Die Fähre, ist dort am Nahverkehrsnetz angebunden, so das eine Fahrt mit dem Schiff mehr als günstig ist. Wir setzten also von Göteborg rüber nach Styrsö um von auf das Inselchen Donsö zugehen. Die kleine Wanderung hat sehr viel Spaß gemacht und ist nur zu empfehlen. An einem sonnigen Tag sollte man das Inselhopping den ganzen Tag betreiben. Es gibt viel zu entdecken und man wird mit einem schönen Ausblick nach dem anderen belohnt. Abends ging es dann in unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte: der Campingplatz Liseberg. Es war riesig dort. Mir war es zu riesig und zu laut aber perfekt gelegen um Göteborg zu erkunden.Schweden.LeneSimpelwimpel.Südschweden2016.Donsö.wirwandern

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Wir fuhren am nächsten Tag mit dem Fahrrad in die Innenstadt. Man kann sich am Morgen besonders viel Zeit lassen, denn die meisten Attraktionen öffnen frühstens um 10 Uhr. Wir stellten unsere Fahrräder mitten in der Stadt ab, denn von dort kann man alles perfekt zu Fuß erreichen. Geplant war eine Paddernboottour, die jedoch erst um 11 Uhr startet. Aus dem Grund haben wir unseren Spaziergang in Richtung Rosengarten und Palmhaus vorgezogen. Beides hat mich sehr begeistert. Die Architektur des Palmenhauses ist ein wahrer Mädchentraum und der Rosengarten zeigte sich ebenfalls noch in (fast) voller Blüte. In dem Rosengarten gibt es ein Café, dass das zu einem zweiten Frühstück einlädt.

Die Paddanboottour war super um sich einen Überblick zu verschaffen. Unser Guide Määäx war sehr witzig und erzählt neben vielen Witzen über das spaßig verhasste Dänemark auch noch ein paar interessante Informationen zu den Bauwerken Göteborgs.

Nach der Bootstour ging es in das trendige Viertel HAGA. Dort habe ich mich auf Anhieb wohlgefühlt. Ein schöner Laden nach dem anderen und wenn kein Laden kam, kam ein tolles individuelles Café oder ein Flohmarkt auf Vertrauensbasis. Leute hängen ihre Sachen an den Gartenzaun oder stellen eine Kiste mit alten Dingen vor die Tür. Daneben steht ein Honigglas für die Bezahlung, falls man sich ein Teil mitnimmt. Prima Idee, werde ich in Rostock auch einmal versuchen. Mein Zimtschneckenglück habe ich in dem Viertel allerdings nicht gefunden, weshalb es in die Markthalle ging. Dort findet man alles was das Herz begehrt. In unserem Fall war es eine Zimschnecke und ein Körnerbrot. Beides ausgesprochen lecker. In der Feskekörka holte sich der Mann dann noch ein Krabbenbaguette. Beide Essenshallen sollte man sich anschauen!

In Göteborg sowie in Stockholm kann man prima Einkaufen, vor allem die Interiorläden haben es mir angetan. Leider ist der Platz in Bus nur begrenzt, so dass ich mich zurück halten musste.

Auf dem Fahrrad ging es zurück zum Campingplatz.

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Am nächsten Tag wurden wir von zwei sehr guten Freunden, die die letzten Tage in Norwegen verbracht hatten, abgeholt. Gemeinsam wollten wir die letzten zwei Tage unseres Urlaubs verbringen. Wir fuhren ein Stück und machten dann zwischen Kühen und Wasser eine Mittagspause in Glommen. Danach ging es in an den Strand von FALKENBERG. Hier kann man mit dem Auto direkt, ja wirklich, DIREKT am Wasser stehen. Der Himmel zog langsam auf. Wir erkundeten zu Fuß die nähere Umgebung und sammelten viele Muscheln. Letztes habe ich ewig nicht mehr gemacht. Schande über mein Haupt, denn ich lebe direkt am Meer! Als wir zurück waren hatten die Männer noch zu viel Energie und ließen den Drachen steigen. Ich machte es mir derweil mit meinem Buch gemütlich. Den Abend ließen wir dann aber wieder gemeinsam ausklingen mit eine guten Spiel und einem Lagerfeuer. Ein ziemlich perfekter Tag ging somit zu Ende. Eigentlich Schade, denn so brach unser letzter Tag in Schweden an.

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Wir frühstückten und machten uns dann auf dem Weg weiter in Richtung Süden. MÖLLE war unser Ziel. Die Häuser in dieser Gegend kamen mir besonders schön und niedlich vor. Auf Empfehlung von Freunden machten wir dort Halt, denn es sollte am Wasser eine große Skulptur aus Treibholz geben. Nach einem echt anstrengenden Abstieg erblickten wir die Skulptur „Nimis“. Für mich war es wirklich keine Skulptur. Es war ein großer aus Treibholz zusammen gezimmerter Abenteuerspielplatz für Erwachsene. Man kann darauf rumklettern und viele Ecken erkunden. Ganz in der Nähe gibt es noch eine Art Kleckerburg die neben der Holzburg echt arm aussieht. Es hat soviel Spaß dort gemacht und ist echt empfehlenswert. Der Auf- und Abstieg lohnt sich! Wirklich!

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Nach unserem großen Abendteuer suchten wir uns ein Schlafplatz und fanden ihn mit Blick auf die Öresundbrücke. Mit gutem Resteessen und einer Runde Phase 10 ließen wir den Abend ausklingen. Am nächsten Morgen nahmen wir dann die Fähre von Trelleborg nach Sassnitz.

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Unsere zwölf Tage in Schweden waren ein Traum und wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter und den Mücken. Jeder Tag war gespickt mit Highlights und Schweden hat sich von seiner schönsten Seite gezeigt. Zum Glück werde ich noch viele Sommer erleben und viele davon bestimmt in Südschweden.

Bis ganz bald!

Eure Lene